Der Stadtplatz Joseph-Carlebachs in Hamburg wird durch den Neubau städtebaulich neu organisiert, dadurch erfährt der eigentliche Platz eine völlige Neuorganisation. Die Synagoge positioniert sich zentral auf dem Stadtplatz und bildet auf der Rückseite einen geschlossenen Innenhof. Dabei wird die Eingangstreppe samt anschließenden Zaunelementen auf einem Sockel dem historischen Bestand nachempfunden, sodass sich hier notwendige funktionale Erschließungen (barrierefreie Rampen) räumlich integrieren.
Die Formensprache des Platzes ergibt sich aus der Eingangstreppe vor der Synagoge und wird konsequent durch konvexe und konkave Linien fortgeführt. Es ergibt sich ein stimmiges Gestaltungsbild.
Das tieferliegende Cafè ist das verbindene Element zwischen den neuen Gebäude und erzeugt einen besonderen Raum. Die Lage des Café-Bereiches auf Ebene des Untergeschosses schließt den umliegenden Lärm (vor allem der Straße) aus und erzeugt eine gemütliche Atmosphäre. Die großzügige Treppenanlagen dient zum Sitzen und Aufenthalt.
Die Sukka ist städtebaulich an der nord-östlich Grundstücksgrenze positioniert, sodass sie sich zentral im Innenhof von Schule, Synagoge und Bibliothek positioniert. Sie fasst den schließbaren Innenhof zur Synagoge und bildet eine Raumkante.
Die Platzflächen werden aus Natursteinpflaster aus dem Bestand belegt. Mittels farbiger Bänderung werden Bodenmosaike in Sternenform integriert. Diese werden nach goldenem Schnitt aus dem Gebäude heraus nach Außen transferiert. Sie dienen der Aufmerksamkeit des geschichtsträchtigen Ortes und bieten einen Vorabblick auf das spannende Bodenmosaik im Gebäude, das lange Zeit alleine im Außenraum sichtbar war.
Es erfolgt eine dezente Markierung des (noch) denkmalgeschützten Bunkers durch eine nur leicht farblich abgesetzte Läuferreihe aus Naturstein (Bestandsmaterial). Die Erinnerung an den 2. Weltkrieg soll als Teil der Geschichte des Platzes nicht vergessen werden.
Wettbewerbsbeitrag zusammen mit Tchoban Voss Architekten.